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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs. Du aber darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast. Wenn Du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang Deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet.. Der kleine Prinz                            von Antoine de Saint-Exupéry
Sie haben sich entschlossen, einen Golden Retriever in Ihre Familie aufzunehmen? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben sich damit für die wundervollsten Hunde dieser Welt entschieden.. und werden damit für die nächsten 10  hoffentlich 15 Jahre Verantwortung übernehmen für ein Lebewesen, das Ihnen hilflos ausgeliefert ist.  Wenn Ihr Herz nicht schon immer für einen Goldie geschlagen hat, dann haben Sie sicher Ihre Entscheidung über  die bekannten Eigenschaften der Golden Reteriever gefällt. Man sagt sie sind leichtführig, kinderlieb, verschmust,  auch für Anfänger geeignet & ein echter Familienhund. Das alles stimmt & sogar noch viel mehr, wenn man  folgendes bedenkt:  Ein Golden Retriever ist ein Arbeitshund, der als Gebrauchshund für die Jagd (Apportierhund) gezüchtet wurde. Sie  brauchen selbstverständlich nicht mit ihm zu jagen, aber Sie müssen mit ihm "arbeiten". Dabei gibt es viele  interessante Möglichkeiten, über die ich Sie gerne informiere. Ist ein intelligenter Arbeitshund unterfordert & wird  nicht artgerecht gehalten, wird er bestenfalls apathisch & schlechtestenfalls hierdurch kugelrund.  Ich habe schon einige Hunde gesehen, die völlig "mit dem Leben abgeschlossen haben", lustlos neben ihrem  Frauchen bzw. Herrchen laufen & keine Anzeichen von Lebensfreude zeigen. Dies hat nichts mit einem "bequemen  & bravem" Hund zu tun. Es ist vielmehr das Schicksal eines Hundes, der mit dem für ihn "falschen" Besitzer  zusammen lebt, vielmehr dahin vegetiert. Oft ist dieses ruhige & apathische Dasein bei jungen Hunden (bis 5  Jahren) aber auch die Folge einer Kastration. Ich lehen Kastration von vorne herein ab, wenn der einzige Grund des  Besitzers der ist, seinen Hund "ruhig" zu stellen. Eine Kastration ist eine Amputation und daher rechtlich verboten,  es sei denn, sie ist medizinisch indiziert. Die ist in den allermeisten Fällen NICHT der Fall. Wenn der Besitzer merkt,  dass in seinem Goldie die Spiel- & Jagdtrieb aufkommt & er dessen nicht mehr Herr wird, sind Tierärtzte sehr offen  für eine teure OP mit Vollnarkose & versprechen "Heilung". Die klappt in den wenigsten Fällen. Zudem müssen Sie  bei jeder Vollnarkose auch damit rechnen, dass Ihr Tier zum einen nicht wieder aufwacht & zum anderen natürlich  die Konsequenzen einer solchen OP zu tragen hat, die u.a. Inkontinenz sein kann. Im Nachhinein kann man leicht  die Schuld dem Tierarzt & seiner fehlenden Fähigkeit für die Folgen geben. Dies wäre aber falsch. Richtig wäre eine  gute & ehrliche Beratung, die unabhängig vom materiellen Interesse eines Tierarztes besteht & zudem auch ein  professioneller Hundeführer z.B. ein Diensthundeführer der Bundeswehr, der ein professionelles Training im  Gegensatz zu üblichen Hundeschulen anbietet. Letztenendes geht es aber immer nur darum wie Sie mit Ihrem  Hund ab dem 1.Tag umgehen. Lesen Sie sich ein, informieren Sie sich bei Freunden, Bekannten, Nachbarn &  vorallem aber bei Ihrem Züchter. Was ein Züchter in den ersten 8 Wochen bei einem Welpen in der Prägungsphase  versäumt wird ein Besitzer in der Sozialisierungsphase nicht mehr korrigieren. Daher ist es auch wichtig einen  Züchter seines Vertrauens auszuwählen, der immer & ich meine wirklich immer für Sie & Ihren Welpen da ist,  damit die Kastration eben nicht ultima ratio ist..  Sie tragen als Welpenkäufer die Verantwortung, Ihrem neuen Familienmitglied (art)gerecht zu werden. Bitte  bedenken Sie das. Ich verstehe den Wunsch auch als Mensch, der im Ruhestand ist, sich einen kleinen süßen Welpen  als Gefährten ins Haus zu holen. Dagegen spricht rein gar nichts. Denn Sie haben ihm sicher viel Zeit, Liebe &  Aufmerksamkeit zu geben, nur muss man daran denken, dass ein junger Hund einem älteren Menschen leicht  entgleiten kann. Sie haben Kinder & Enkel, die Ihnen den Kleinen ab- & an (ent)führen? Prima! Problem gelöst :-)  Dennoch tragen SIE die Verantwortung Zeit seines Lebens für dieses kleine Knäul. Niemand wird auf ihn so  aufpassen wie Sie.. 
Bitte überlegen Sie sich selbst, ob Sie folgende Anforderungen bedenkenlos erfüllen:  -  Mein Wunsch nach einem Golden Retriever wird von allen Familienmitgliedern getragen.  -  Ich persönlich habe genug Zeit für meinen Goldie. Die ersten Monate bin ich ständig zu Hause, da der junge Hund     erst mit ca. 6  Monaten einige Stunden am Tag allein gelassen werden kann.         -  Gerne verbringe ich mindestens eineinhalb bis zwei Stunden täglich bei jedem Wetter mit Spaziergängen oder     Fahrradfahren - nicht im Welpenalter.  -  Mein Lebensumfeld eignet sich zur Haltung eines bewegungsfreudigen Jagdhundes. Ein Haus mit Garten wäre     schön, muss aber nicht sein, da sich der Golden Retriever im Haus typischerweise sehr ruhig verhält und immer die     Nähe seines "Menschenrudels" sucht, um dort zu dösen. Viel wichtiger ist genug Grün in der Umgebung. Eine obere     Etagenwohnung ohne Fahrstuhl eignet sich nicht, da der Retriever die ersten Monate Treppen überhaupt nicht laufen     darf (HD & ED Gefahr) & auch mit ausgewachsenen 30 - 33 kg vielleicht einmal bei einer Verletzung getragen     werden muss.  -  Ich werde meinen Goldie artgerecht ausbilden, d.h. mit ihm in die Welpenspielstunde gehen, in den Junghundekurs,     Agility Kurse besuchen, mit ihm Joggen, Radfahren, Schwimmen, Wandern gehen.. .. . Ich habe am Wochenende     dafür Zeit & nehme vielleicht auch längere Wege zu den Ausbildungsplätzen in Kauf. Der Hund wird ca. 30 kg     schwer. Eine Hundeführer sollte mit seinem Hund nicht kämpfen müssen - oder auf den Arm nehmen müssen & ihn     wegtragen müssen. In diesem Fall empfielt sich dann doch eher der Kauf eines Dackels oder Zwergpudels.  -  Meinen Urlaub verbringe ich möglichst gemeinsam mit meinem Goldie an Orten, wo wir beide Spaß haben. Geht     das einmal nicht, habe ich eine zuverlässige, hundekundige Person zur Verfügung, die den Hund in meiner     Abwesenheit gerne betreut oder einen Züchter, der dies anbietet.  -  Ich kann mir neben dem Kaufpreis auch die laufenden Kosten wie Futter, notwendiges Zubehör wie Leinen,     Geschirr, Hundebetten- & Decken, Furminator (professionelle Unterfellbürste), Zahnbürste, Hundeschule &     Ausbildungskosten, Impfungen, Parasitenschutz, Tierarzt, Hundekrankenversicherung, Hundesteuer,     Haftpflichtversicherung inklusive einer Hunderechtschutz & unter Umständen einen schicken Regenmantel leisten?
Golden Retriever vom Weinbach